Die Ortsteile von Marienberg
Zum Stadtgebiet gehören zahlreiche Dörfer rund um Marienberg. Die größten und wichtigsten seien hier kurz vorgestellt. Zur besseren Orientierung beginnt die virtuelle Reise im Norden und führt weiter im Uhrzeigersinn.

Wehrkirche in Lauterbach
Niederlauterstein
Burgruine in Niederlauterstein
Kirche und Pfarramt in Rübenau
Kirche in Kühnhaide
Katzenstein
Katzenstein bei Pobershau und Gebirge
Rätzteichgebiet Gelobtland
Basaltfächer auf dem Hirtstein

Lauterbach
3km nördlich von Marienberg liegt Lauterbach. Hier befindet sich eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Erzgebirges. Die aus dem 15. Jhd. stammende Wehrkirche wurde 1906 an ihrem alten Standort abgebrochen und 400m entfernt, an der Straße nach Marienberg wieder aufgebaut. Der Bau besteht aus einem massiven, rechteckigen Langhaus an das sich ein dreiseitig geschlossener Choranbau anschliesst.Darüber ist der hölzerne Wehrgang mit Schießschlitzen erhalten geblieben.

Niederlauterstein
4km nordöstlich von Marienberg, auf einem markanten Geländesporn, am linken Ufer der Schwarzen Pockau, liegt Niederlauterstein. Der Ort ist vor allem wegen der mittelalterlichen Burgruine Lauterstein ein Besuch wert.
Sie erhebt sich auf einem Gneisfelsen im Pockautal. Ende des 12. Jhd. wurde die Burg errichtet und 1304 erstmalig urkundlich erwähnt.

Rübenau
Oben in den Bergen in einer Höhe v. 640 - 780m ü.NN, etwa 12km südöstlich von Marienberg liegt
Rübenau. Das Dorf gilt als flächengrößte, zusammenhängende Gebirgsstreusiedlung Deutschlands. Vollkommen von Wald umschlossen, liegt es inmitten reizvoller Erzgebirgstäler, wie dem Schwarzwassertal, dem Natzschungtal und dem Töltschbachtal. Rübenau ist aber auch Ausgangspunkt für Wanderungen auf den nahen Erzgebirgskamm. Rübenau liegt direkt an der Grenze zu Böhmen. Über die Einsiedler Strasse kann man mit dem PKW die Grenze nach Kallich überqueren.
Im Winter zieht das Loipengebiet im Norden von Rübenau, das als eines der abwechslungsreichsten im Erzgebirge gilt, zahlreiche Wintersportler an.

Kühnhaide
Etwa 5km westlich von Rübenau liegt am Westhang der
Schwarzen Pockau, in einer Höhe v. 700 - 750m ü.NN., das Dorf Kühnhaide. Es ist vor allem Ausgangspunkt für Wanderungen durch das wildromantische Schwarzwassertal (=Tal der Schwarzen Pockau) mit den berühmten Felsformationen Nonnenfelsen, Teufelsmauer und Ringmauer, sowie den Aussichtsplattformen vom Katzenstein und Vogeltoffelfelsen.

Gebirge
Südöstlich von Marienberg, ca. 2km vom Stadtzentrum entfernt, erstreckt sich der Stadtteil Gebirge. Die ländlich geprägte Ansiedlung liegt ca. 60 Höhenmeter über dem Tal der „Roten Pockau“ und grenzt unmittelbar an die Ortschaft Pobershau. Umgeben von ausgedehnten Wiesen, Feldern und Wäldern ist „Gebirge“ idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Radpartien zu den Naherholungsgebieten zwischen „Rätzteiche“ und „
Katzenstein“.

Gelobtland
Südwestlich von „Gebirge“ liegt der Stadtteil Gelobtland. Zu ihm gehört das Rätzteichgebiet, das vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bietet. So gibt es hier z.B. eine 1,6km lange Inlineskate-Bahn. An warmen Sommertagen öffnet das Waldbad „Rätzteich“ Im Winter werden mehrere Kilometer Loipen gespurt, die mit den Kriegwaldloipen bei Kühnhaide/Rübenau verbunden sind. Im Tourismuszentrum „Rätzteichgebiet“ können Sie sich ausführlich informieren, sowie
Fahrräder, Inlinescates und Skier ausleihen.

Reitzenhain
Verlässt man Marienberg auf der B174 in südlicher Richtung, erreicht man nach etwa 10km den Grenzort
Reitzenhain. Die Grenzabfertigungsanlagen sind mittlerweile abgebaut. So gelangt man ohne stoppen zu müssen in die Tschechische Republik. Durch die ausgezeichnete Straßenverkehrsanbindung ist Reitzenhain Ausgangspunkt für Ausflüge in das Nachbarland. So erreicht man von hier aus in kürzeste Zeit die Goldene Stadt Prag (80 Autominuten) oder Karlsbad (40 Autominuten).

Satzung
Biegt man in Reitzenhain vor dem Grenzübergang rechts ab, gelangt man nach
Satzung. Das 2. höchstgelegene Dorf im sächsischen Erzgebirge befindet sich am Fuße des 890m hohen Hirtstein. Es ist der höchste Berg im Mittleren Erzgebirge mit toller Fernsicht auf die Höhenzüge des Westerzgebirges (Fichtelberg, Keilberg, Pöhlberg, Bärenstein, Haßberg). Im Winter geht hier der Skilift in Betrieb und über 60km Loipen werden rund um den Berg gespurt. Ist der Hirtstein vom Schnee befreit, kann man seinen 15m hohen, aus Lavagestein geformten Basaltfächer bestaunen. Dieser sog. Palmenwedel zählt zu den bedeutensten Geotypen Deutschlands.
In Satzung findet jeweils zum Faschings-Sonntag einer der meistbesuchtesten Faschingsumzüge des Erzgebirges statt. Die Einzigartigkeit der Veranstaltung liegt vor allem darin, das der Umzug durch enge Gassen, gesäumt von meterhohen Schneemassen führt.

Lauta
An der B174, nur 1km nordwestlich von Marienberg, liegt Lauta in einer Höhe von etwa 620m ü. NN. Schon seit dem 16. Jhd. bestimmte hier reger Bergbau das Geschehen. Diese einstige Bergbautätigkeit ist an den vielen Halden rund um Lauta noch heute zu erkennen. Der Haldenzug der „Bauer Morgengang“ macht besonders eindrucksvoll den Verlauf des abgebauten Erzganges Übertage sichtbar. In Lauta befindet sich der Pferdegöpel mit dem Besucherbergwerk Rudolphschacht.